Rundschreiben Februar 13

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2. Rundschreiben IG Bahnhof Guntershausen

Informationen zum Stand um den Bahnhof Guntershausen

Sehr geehrte Mitglieder unserer IG Bahnhof Guntershausen

An unserer Informationsveranstaltung vom 13. Juni 2012 konnten wir sie über die Infras-Studie „Bahn oder Bus in Guntershausen informieren.
Abgestützt auf die Ergebnisse der Studie sind der Kanton Thurgau, der Gemeinderat Aadorf und die SBB zum Schluss gelangt, dass die Haltestelle Guntershausen zu erhalten bzw. auf den Zeitpunkt des Einsatzes von längeren Zugskompositionen neu zu erstellen ist.

In der Zwischenzeit haben Abklärungen des Amtes für Öffentlichen Verkehr des Kantons Thurgau ergeben, dass die ab Dezember 2018 auf der Linie Winterthur – Wil verkehrende S12 mit 150 m langen Regio-Dostos betrieben wird. Die Bahnhaltestelle Guntershausen wird demnach ab Dezember 2018 – wie die übrigen Bahnhaltestellen zwischen Wil und Winterthur – mit der S12 und der S35 im Halbstundentakt bedient werden. Dies haben Vertreter der S-Bahn Zürich und der Zürcher Verkehrsverbundes gegenüber dem Amt für Öffentlichem Verkehr bestätigt.

Es ist bei anhaltendem Nachfragewachstum möglich, dass zwei, drei Jahre später die Sitzplatzkapazitäten der Regio-Dostos zumindest in den Hauptverkehrszeiten nicht mehr ausreichen. Die Besteller (ZVV, Kantone TG und SG) hätten dann zu entscheiden, ab wann und zu welchen Tageszeiten längere Züge einzusetzen sind. Ein solcher Entscheid kann frühestens nach zwei Fahrplanperioden, d.h. im ersten Quartal 2021 gefällt werden. Für die vollumfängliche Bearbeitung eines Neubauprojekts mit Genehmigungen, Finanzierung und Bauausführung ist sodann mit mindestens vier Jahren zu rechnen. Die neue Haltestelle könnte somit im Jahre 2025 in Betrieb genommen werden.

Da der heute realistische Neubauhorizont erst in rund zehn Jahren ansteht, wird auf eine vorzeitige Projektstudie verzichtet, insbesondere auch deshalb, weil Bund und SBB heute keine finanziellen Beiträge leisten würden.
Im letzen Jahr und auch Ende Januar haben Meldungen die Runde gemacht, dass unrentable Strecken, welche einen zu kleinen Kostendeckungsgrad aufweisen, aufzuheben seien und durch einen Busbetrieb zu ersetzen sind. Nach Auskunft durch das Amt für Öffentlicher Verkehr trifft dies bei unserer Linie nicht zu, da diese als Intercitystrecke betrieben wird und so den Grossteil der Infrastruktur sowieso benötigt.

Der Vorstand wird sich an seiner nächsten Sitzung mit dieser neuen Ausgangslage befassen. Daneben sollen auch weitere Fragen rund um den Bahnhof aufgelistet uns analysiert werden. Daraus möchten wir eine Strategie entwickeln, wie unsere Tätigkeiten in den nächsten Jahren aussehen können. Diese Strategie möchten wir an unserer ordentlichen Jahresversammlung vom 17. April 2013 Vorstellen und mit ihnen diskutieren.

Wir hoffen ihnen mit diesen Mitteilungen vorerst zu dienen.

Mit freundlichen Grüssen
Gallus Müller, Präsident